Methoden, die ich in der Psychotherapie einsetze

Eine erfolgreiche Therapie setzt Ihre aktive Beteiligung voraus. Deshalb wird gemeinsam ein plausibles Erklärungsmodell für die vorliegende Störung erarbeitet. Alle Aspekte des therapeutischen Vorgehens werden Ihnen verständlich erklärt. Behandlungsdauer und Therapieziele werden individuell auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet.

Im Sinne von Selbstmanagement wird Ihre Fähigkeit gefördert, Ihr Leben nach eigenen beruflichen und persönlichen Zielen auszurichten und in Balance zu halten. In der Behandlung setzen wir daher zuerst bei Ihren Zielen an. Sie werden bei der Klärung und Formulierung eigener Ziele unterstützt, ein konkreter Handlungsplan wird entwickelt und der Transfer in den Alltag vorbereitet.

Da ich mit dem biografisch systemischen Ansatz der Verhaltenstherapie arbeite, wird sowohl Ihre Lebensgeschichte als auch Ihre aktuelle Einbindung in unterschiedliche „Systeme“ wie Familie, Freundeskreis und Beruf berücksichtigt. Unter diesen Gesichtspunkten wird untersucht, was Ihre spezifische Lebenserfahrung, Ihre Selbsteinschätzung und Ihre Verhaltensprobleme geprägt hat.

Um Ihnen für die aktuell belastenden Probleme konkrete Hilfe anzubieten, werden eine Reihe unterschiedlicher Verhaltensmethoden eingesetzt:

  • Strategien zur Selbstbeobachtung und Problemanalyse mit Hilfe von Tagebüchern oder Beobachtungsbögen u.ä.
  • Selbstsicherheitstraining wie Rollenspiele zur Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sowie zur Verbesserung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeiten.
  • Selbstkontrollverfahren als Hilfe zur Selbsthilfe beim Abbau von unliebsamen Gewohnheiten.
  • Konfrontationsverfahren (Exposition) in der Vorstellung und der Realität zum Aufbau neuer Verhaltensweisen und zur Bewältigung unangenehmer Situationen bzw. Gefühle.
  • Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Atementspannung, Achtsamkeitsübungen nach Jon Kabat-Zinn, Yoga-Tiefenentspannung.
  • Hypnotherapeutische Verfahren mit Imaginationsübungen und der Entwicklung von Leitsätzen.
  • Neue erlebnisaktivierende Ansätze der Schematherapie nach Young, um das subjektive emotionale Empfinden zu beeinflussen und positive Veränderungen auf der Ebene der Persönlichkeitsstruktur und des Selbst-Erlebens zu bewirken (u.a. Arbeit mit dem Inneren Kind).
  • Zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen setze ich EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) nach Shapiro und TRIMB (Trauma Recapitulation with Imagination, Motion and Breath) nach Obricht ein.
  • Je nach Indikation und Störungsbild können Teile der Behandlung in Bewegung und Outdoor erfolgen. Dies gilt z.B. für Aktivitätenaufbau bei Depressionen, Expositionstraining bei Angststörungen oder Achtsamkeitsübungen bzw. Genusstraining bei Burnout oder ADHS.

Da Verhaltenstherapie „Hilfe zur Selbsthilfe“ bietet, werden in der Behandlung generelle Fertigkeiten zur selbständigen Analyse und Bewältigung zukünftiger Probleme vermittelt. Ihre persönlichen Ressourcen und Stärken werden in diesem Entwicklungsprozess genutzt und ausgebaut.